Biržuvėnai

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Herrenhaus Birzuvenai

Gutsanlage Birzuvenai
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Autorin: Ulrike Gawlik Lizenz Texte: CC BY-SA 4.0
Das aus Holz gefertigte litauische Herrenhaus und ehemalige Gut Biržuvėnai bilden, laut Einschätzung der Bau- und Architekturhistorikerin Dalė Puodžiukienė ein herausragendes Ensemble in der Herrenhauslandschaft Litauens und zeugen von der bau- sowie sozialhistorischen Entwicklung dieser Region über mehrere Jahrhunderte. Biržuvėnai zeigt die einzig erhaltene Siedlungs-Gutsstruktur des 17. Jahrhunderts sowie die einzig erhaltenen Fragmente eines barocken, in Holz erbauten Gutshofes aus der Mitte des 18. Jahrhunderts.
Besitzende im 18. Jahrhundert
1717–1776 Mykolas Jonas Gorsky (polnisch: Michał Jan Gorski)
Eckdaten
Name:
Gutshof Biržuvėnai
Ort:
Biržuvėnai
Land:
Litauen
Zustand:
erhalten



Einführung
Abb. 10 Herrenhaus Biržuvėnai, Holzarchitektur, siehe Puodžiukienė 2008, Abb. 6, S. 21..jpg

Biržuvėnai liegt in der historischen Region Žemaitija/Schemaitien/Schamaiten/Samogitien/Niederlitauen mit der wichtigsten Stadt Telšiai und gehört heute zur gleichnamigen Rajongemeinde. Im Nordwesten Litauens gelegen, befindet sich die heutige Ortschaft am Rande eines größeren Waldgebietes und an einem See (Biržuvėnų tvenkinys) sowie am Fluss Virvyčia. Biržuvėnai ist Teil des Varniai Regional Parks. Die Topografie ist leicht hügelig (bis zu 180 m) und vorwiegend arm an Seen. Zum Ende des Großen Nordischen Krieges 1721 lag Biržuvėnai ebenfalls in Litauen und gehörte aber zum Königreich Polen. Nach der 3. Teilung Polens 1795 fiel die Region Schemaitien/Schamaiten an das Kaiserreich Rußland und zählte ab diesem Zeitpunkt zum Gouvernement Litauen.


Forschungsstand
Abb. 7 Kartenausschnitt des Gutes Biržuvėnai, 1824, genordet, Quelle Dalė Puodžiukienė..jpg

Dalė Puodžiukienė (Technischen Universität Kaunas) ist Spezialistin für Herrschaftliche Holzarchitektur in Litauen (Wooden Manor Architecture). In ihrem 2008 erschienenen Aufsatz über Biržuvėnai gibt sie zwei historische Karten des Gutes (von 1824 und 1861), einen Lageplan von 2001 sowie den Gartenentwurfsplan des Architekten A. Zaleskis von 1907 wieder. 2023 übergab sie Mitarbeiter:innen des Herrenhauszentrums des Ostseeraums (Universität Greifswald) ihren 2017 veröffentlichten Aufsatz „Lithuanian Manors’ Wooden Architecture: Birzuvenai Case“ und in ihrem Besitz aufbewahrte historische Fotos (Kopien) des Gutes Biržuvėnai wie den genordeten Kartenausschnitt von 1824 oder den Plan der Fläche Biržuvėnais zur Zeit der Landreform in Litauen 1928. Mehrere Lagepläne mit Rekonstruktionen der historischen Nutzungsbereiche Biržuvėnais sowie der Grundriss des Herrenhauses mit Darstellung unterschiedlicher Bauzeiten zeugen von Jahrzehnte langer Forschungsarbeit unter ihrer Leitung.


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