01. Einführung
- 01. Einführung
- 02. Forschungsstand
- 03. Geschichte der Anlage vor dem 18. Jahrhundert
- 04. Überblick zur Gesamtanlage
- 05. Besitzverhältnisse im 18. Jahrhundert
- 06. Herrenhaus: Baugeschichte und Architektur
- 07. Innenräume im 18. Jahrhundert
- 08. Garten und Park im 18. Jahrhundert
- 09. Wirtschaftsanlage
- 10. Geschichte der Anlage nach dem 18. Jahrhundert
- 11. Quellen- und Literaturverzeichnis
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Elingaard (auch: Elingård) zählte im 18. Jahrhundert zu den bedeutendsten Gutsanlagen Norwegens (Abb. 1–4). Mit einer bis in das 14. Jahrhundert zurückzuverfolgenden Geschichte und einer Reihe einflussreicher Besitzer – darunter im frühen 17. Jahrhundert der norwegische Kanzler Jens Bjelke – nahm Elingaard über mehrere Epochen hinweg eine herausgehobene Rolle in der norwegischen Gutslandschaft ein. Vom 15. Jahrhundert bis in die zweite Hälfte des 18. Jahrhunderts befand sich das Anwesen kontinuierlich im Besitz verwandtschaftlich verbundener Adelsfamilien. Die heutige Anlage bewahrt nur noch wenige bauliche Spuren aus der Zeit vor 1746, als ein Großteil des Baubestands mehreren Bränden zum Opfer fiel. Auch der anschließend bis 1749 errichtete Neubau wurde im 19. und 20. Jahrhundert überformt, wobei insbesondere die Innenräume weitreichende Umgestaltungen erfuhren. Dennoch stellt das in seiner Gesamtheit erhaltene Ensemble mit seinen gestalterischen Besonderheiten – insbesondere dem Burgplateau mit Bastionen und Wassergräben – ein aufschlussreiches Beispiel für die norwegische Herrenhauslandschaft des 17. und 18. Jahrhunderts dar. In Elingaard verdichten sich die typischen Merkmale eines landwirtschaftlich geprägten Haupthofs (hovedgård), der die umgebende Landschaft weitläufig strukturierte und Wirtschaftlichkeit mit Prestige und Standesbewusstsein verband. |