13. Salonkultur um 1800 auf Emkendorf - Der Emkendorfer Kreis
- 01. Einführung
- 02. Forschungsstand
- 03. Geschichte der Anlage vor dem 18. Jahrhundert
- 04. Überblick zur Gesamtanlage
- 05. Wirtschaftlicher Kontext
- 06. Besitzverhältnisse im 18. Jahrhundert
- 07. Herrenhaus: Baugeschichte und Architektur
- 08. Innenräume im 18. Jahrhundert
- 09. Garten und Park im 18. Jahrhundert
- 10. Der Park im 20. Jahrhundert
- 11. Wirtschaftsgebäude aus dem 18. Jahrhundert
- 12. Wirtschaftsgebäude ab dem 19. Jahrhundert
- 13. Salonkultur um 1800 auf Emkendorf - Der Emkendorfer Kreis
- 14. Historische Ereignisse ab dem 17. Jahrhundert in Schleswig Holstein die Emkendorf betreffen
- 15. Überblickender Teil zur Geschichte nach dem 18. Jahrhundert bis in die Gegenwart die Emkendorf betreffen
- 16. Messkampagne 2023
- 17. Quellen- und Literaturverzeichnis
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Der Emkendorfer Kreis war einer der ersten literarischen Salons in Schleswig-Holstein. Durch Friederike Juliane Gräfin von Reventlow (1762–1816) und ihrem Mann Friedrich von Reventlow (1755–1828), Rufname: Fritz von Reventlow, entstand durch ihre Gastfreundschaft das in der Literatur bezeichnete „Weimar des Nordens“. Die Besonderheit bestand in der abgeschiedenen Lage in einem Herrenhaus auf dem Land. Literarische Salons fanden sich eher in städtischen Kreisen, wo man auch zwischen den verschiedenen Gastgebern wechseln konnte. „Schreib mir doch, wie und wo Emkendorf liegt, ich find´ es nicht auf der Karte. Ich liebe mir dergleichen zu wissen…“ Als niemand Geringeres als Johann Wolfgang von Goethe (1749–1832) dies 1794 an Friedrich Heinrich Jacobi (1743–1819) schreibt, ist Emkendorf im heutigen Kreis Rendsburg-Eckernförde gerade erst dabei, zu einem Knotenpunkt der Kultur Schleswig-Holsteins zu werden. Zum Kreis zählten unter anderem Friedrich Gottlieb Klopstock (1724–1803), Heinrich Christian Boie (1744–1806), Matthias Claudius (1740–1815), Johann Caspar Lavater (1741–1801), Johann Heinrich Voß (1751–1826) und Friedrich Heinrich Jacobi (1743–1819); auch der Marquis de La Fayette (1757–1834) fand sich dort ein. Der Kreis wandte sich unter anderem gegen den Rationalismus in der Theologie. Durch gute Vernetzung in Adel und Beamtenschaft erlangte der Kreis auch politischen Einfluss.[1]
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