08.03 Sockelgeschoss und Sammlungen
- 01. Einführung
- 02. Forschungsstand
- 03. Geschichte der Anlage vor dem 18. Jahrhundert
- 04. Überblick zur Gesamtanlage
- 05. Wirtschaftlicher Kontext
- 06.00 Besitzverhältnisse im 18. Jahrhundert
- 06.01 Familie Nielsen, geadelt Werenskiold
- 06.02 Familie Elieson
- 06.03 Maren Juel und ihre drei Ehemänner
- 07.00 Herrenhaus: Baugeschichte und Architektur
- 07.01 Vorgängerbau
- 07.02 Neubau des Herrenhauses 1758–1762
- 07.03 Beschreibung Herrenhaus
- 07.04 Architektur
- 08.00 Innenräume im 18. Jahrhundert
- 08.01 Erdgeschoss
- 08.02 Obergeschoss
- 08.03 Sockelgeschoss und Sammlungen
- 09.00 Garten und Park
- 09.01 Garten
- 09.02 Park
- 10. Wirtschaftsgebäude
- 11. Kirche und Dorfstrukturen
- 12. Geschichte der Anlage nach dem 18. Jahrhundert
- 13. Geophysikalische Prospektion und digitale Dokumentation
- 14. Quellen- und Literaturverzeichnis
Sockelgeschoss |
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Übersicht |
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Das Sockelgeschoss des Herrenhauses in Hafslund ist relativ hoch, sodass Fenster das Einströmen von Tageslicht ermöglichen. Der heutige Eindruck ist durch die Umbauten 1936–1937 des Architekten Arnstein Arneberg[1] (1882–1961) geprägt. Das Sockelgeschoss wird sowohl in den Seitenflügeln als auch im corps de logis aktuell weitgehend als Nebenräume – teils als Clubräume für die Angestellten – genutzt. Der östliche Flügel besitzt dicke Mauerstrukturen mit zwei Gewölbekellern am Ende des Flügels (Abb. 118), was zur Frühdatierung diese Bauteils als erster Gebäudeflügel geführt hat (vgl. 07.01 Vorgängerbau). Möglicherweise handelt es sich um Keller von einem Nebengebäude oder kleineren älteren Wohnbau, die später in die wachsende Vierflügelanlage integriert wurden; möglicherweise um besondere etwa feuersichere Lagerräume für wertvolle oder klimaabhängige Dinge vorzuhalten. |
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Gartensaal (hagesal) |
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Im corps de logis gab es ursprünglich einen Gartensaal (norwegisch hagesal), der sich durch die komplette Tiefe des Gebäudeflügels erstreckte (Abb. 118). Der Raum maß 9,5 m x 7,5 m, war aber für die große Grundfläche vergleichsweise niedrig mit vermutlich unter 3,00 m.[2] Der Raum besaß entsprechend einer italienischen Sala terrena einen direkten Ausgang zum Garten, dessen Tür sich erhalten hat (Abb. 200).[3] Die zwei Fenster zum Garten sind heute durch die später ergänzte Ausgangstreppe (Abb. 203) aus dem Erdgeschoss verdeckt. Der ursprüngliche Raum ist durch die Einbauten von WCs 1936–1937 zergliedert (Abb. 202), aber es sind an der Außenwand noch ursprüngliche Stuckgesimse des als Sommerspeiseraum genutzten Gartenraums zu erkennen (Abb. 204, 205).[4] Ein originaler Kamin (Abb. 201) zeugt von der Funktion des angrenzenden Raums als Aufwärmküche bzw. Anrichte. |
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Sammlungen |
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Für Hafslund sind neben der ‚üblichen‘ kleinen Gemäldesammlung mit vor allem Familienportraits keine weiteren Sammlungen nachgewiesen. Heute haben sich nur zwei der originalen Gemälde im Haus erhalten (Abb. ). Da in Inventaren gelegentlich Bibliotheksräume erwähnt werden,[5] ist von einer kleineren Büchersammlung auszugehen. Bedeutende Sammlungen wären bei den Versteigerungen von Haus und Inventar 1773[6] und im frühen 19. Jahrhundert mit Sicherheit gelistet und verkauft worden.[7] Auch die fortlaufenden Wechsel bei den Besitzverhältnissen sind für den Aufbau von umfänglicheren Sammlungen hinderlich, es ist daher nicht verwunderlich, dass sich auf dem Anwesen keine bedeutenden Sammlungen erhalten haben.
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