09. Garten und Park

From Herrenhäuser
Jump to: navigation, search

Garten und Park

Der Garten der Anlage, der sogenannte Liepu dārzs (Linden-Garten), wurde bereits um 1733 geplant, wobei der deutsche Gärtner Heiser beratend tätig war.[1] Der Garten weist eine bemerkenswerte Abweichung von der strengen barocken Symmetrie auf, indem der zentrale Gartenweg in einem 75-Grad-Winkel zur Längsfassade des Herrenhauses verläuft. Teile der alten diagonalen Wegestrukturen konnten bei der Geophysikalischen Prospektion im Rahmen der Messkampagne 2023 nachgewiesen werden (vgl. 13. Geophysikalische Prospektion und digitale Dokumentation).

Teehaus

Besonders erwähnenswert ist das Teehaus im chinoisen Stil, das um 1753 erbaut wurde und den damaligen Zeitgeschmack für exotische Architekturelemente widerspiegelt.[2]

Kapelle

Später hat man ein Landschaftspark angelegt und noch im 18. Jahrhundert eine kleine Kapelle als Begräbnisstätte im Garten erbaut.[3] Die sogenannte Campenhausensche Kapelle wurde zwischen 1758 und 1760 unter der Ägide von Balthasar von Campenhausens Witwe, Helene Juliane, errichtet und diente als Familiengruft.[4]

  1. Vgl. Lancmanis 1998.
  2. Vgl. Lancmanis 1998.
  3. Vgl. Lancmanis 1998.
  4. Vgl. Lancmanis 1998.