Schleck (Zlēkas)
- 01. Einführung
- 02. Forschungsstand
- 03. Geschichte der Anlage vor dem 18. Jahrhundert
- 04. Überblick zur Gesamtanlage
- 05. Wirtschaftlicher Kontext
- 06. Besitzverhältnisse im 18. Jahrhundert
- 07. Herrenhaus: Baugeschichte und Architektur
- 08. Innenräume im 18. Jahrhundert
- 09. Garten und Park im 18. Jahrhundert
- 10. Wirtschaftsanlagen
- 11. Kirche und Dorfstrukturen
- 12. Geschichte der Anlage nach dem 18. Jahrhundert
- 13. Quellen- und Literaturverzeichnis
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| Autorin: Ulrike Gawlik | Lizenz Texte: CC BY-SA 4.0 |
Das Herrenhaus Schleck in der historischen Landschaft Kurland des heutigen Lettlands wurde zwischen 1710 und 1717 durch Ulrich v. Behr (1669-1749) erbaut. Heute sind Herrenhaus und Gut eine Ruine. Nach Aussagen des lettischen Kunst- und Bauhistorikers Imants Lancmanis „lebt [Schleck jedoch] immer noch weiter als ein Begriff, als ein großer und gewichtiger Meilenstein in der Geschichte der kurländischen Architektur.“ Laut der Einschätzung Lancmanis‘ ist Schleck das erste barocke Herrenhaus in Kurland. Mit dem Rechteckmotiv des Haupthofes und dem Herrenhaus an dessen Stirnseite unterscheidet es sich deutlich von anderen Herrenhäusern in Kurland und Livland. So bescheinigt der lettische Kunsthistoriker und Professor an der Lettischen Kunstakademie Ojārs Spārītis: „Schleck gehört eindeutig zu den bedeutendsten Kultursymbolen Lettlands“. | |
Besitzende im 18. Jahrhundert1710
Ulrich von Behr
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EckdatenName:
Zlēkas estate
Ort:
Zlēkas
Land:
Lettland
Zustand:
zerstört
Erbaut:
(
Zlekas main building )
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EinführungDas Herzogtum Kurland und Semgallen (übliche Bezeichnung: Kurland) existierte von 1561 bis 1795. Im westlichen Landesteil lag das Gebiet des ehemaligen Bistums Kurland bzw. Pilten. Trotz des Verlustes seines geistigen Charakters wurde es dennoch oft als ‚Kreis‘ bezeichnet. Erst um 1680, und für nur wenige Jahrzehnte, ist der Kreis Pilten mit dem Herzogtum vereint. 1795 lebten in Kurland und Pilten über 400 000 Menschen – Letten, Deutsche, Kuren, Liven, Juden, Litauer, Polen und Altgläubige Russen – auf dem Land und in zehn Städten. In Kurland herrschte ein Kampf zwischen Adel und fürstlicher Macht. Wie in anderen Teilen des östlichen Europas bestand auch in Kurland eine soziale und starke politische Dominanz des Adels. (...) |
ForschungsstandDie Historiker für Osteuropäische Geschichte Norbert Angermann (Universität Hamburg) und Karsten Brüggemann (Universität Tallin) zeichnen die enge historische, soziale, kulturelle und wirtschaftliche Verflechtung der baltischen Region mit ihren Nachbarn an der Ostsee und in Mitteleuropa seit dem Mittelalter nach. Sie geben u.a. Informationen über die wirtschaftliche Aufstellung Kurlands während des 17. und 18. Jahrhunderts wieder und ermöglichen es so, die Vorstellung vom wirtschaftlichen Arbeiten der Familie (...) |
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