Stola/04. Überblick zur Gesamtanlage: Unterschied zwischen den Versionen
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Das Stola am nächsten liegende Dorf ist die etwa [https://www.openstreetmap.org/directions?engine=fossgis_osrm_car&route=58.59564%2C13.08635%3B58.58183%2C13.07092#map=14/58.58749/13.07862 2,5 km entfernte] kleine Siedlung [https://sv.wikipedia.org/wiki/Strö_socken Strö]<ref>Vgl. https://www.wikidata.org/wiki/Q10682174; auch Strötorp genannt; vgl. Westrin 1968, S. 7.</ref> (Abb. 17, 27). In der örtlichen [https://sv.wikipedia.org/wiki/Strö_kyrka Pfarrkirche]<ref>Vgl. https://www.wikidata.org/wiki/Q1742948.</ref> (Abb. 18) befinden sich eine [https://sv.wikipedia.org/wiki/Strö_kyrka#Ekebladska_graven Gruft]<ref>Vgl. Karlson 1940, S. 19, Anm. 1 zitiert ein in der Königlichen Bibliothek in Stockholm verwahrtes Dokument mit den Verstorbenen der Gruft in Strö.</ref> und Gedenktafeln (Abb. 19) der [https://sok.riksarkivet.se/sbl/Presentation.aspx?id=16801 Familie Ekeblad]<ref>Vgl. https://www.wikidata.org/wiki/Q20970047.</ref>.<ref>Vgl. Hildebrand 1949a, https://sok.riksarkivet.se/sbl/Mobil/Artikel/16801 (26.01.2023).</ref> Die Herren von Stola nutzen zusätzlich eine weitere Grablege, die heute abgebrochene Silfverhielm-Grabkapelle,<ref>Vgl. Karlson 1940, S. 40, Lindeberg 1949, S. 627, https://sok.riksarkivet.se/sbl/Mobil/Artikel/16803 (26.01.2023).</ref> in der [https://sv.wikipedia.org/wiki/Sunnersbergs_kyrka Kirche]<ref>Vgl. https://www.wikidata.org/wiki/Q10683942.</ref> (Abb. 20) des etwa [https://www.openstreetmap.org/directions?engine=fossgis_osrm_car&route=58.595640%2C13.086348%3B58.569372%2C13.104356#map=14/58.58248/13.09081 4 km entfernten] [https://sv.wikipedia.org/wiki/Sunnersbergs_socken Sunnersberg]<ref>Vgl. https://www.wikidata.org/wiki/Q7640552.</ref>, das am ursprünglich bedeutenderen Weg in Richtung Stola liegt.<ref>Lt. Westrin 1986, S. 21 wurde der Pfad aus Stola in südlicher Richtung nach Strö und auch Richtung Lidköping erst im späten 19. Jahrhundert unter Carl Johan Lindqvist als Straße ausgebaut.</ref> | Das Stola am nächsten liegende Dorf ist die etwa [https://www.openstreetmap.org/directions?engine=fossgis_osrm_car&route=58.59564%2C13.08635%3B58.58183%2C13.07092#map=14/58.58749/13.07862 2,5 km entfernte] kleine Siedlung [https://sv.wikipedia.org/wiki/Strö_socken Strö]<ref>Vgl. https://www.wikidata.org/wiki/Q10682174; auch Strötorp genannt; vgl. Westrin 1968, S. 7.</ref> (Abb. 17, 27). In der örtlichen [https://sv.wikipedia.org/wiki/Strö_kyrka Pfarrkirche]<ref>Vgl. https://www.wikidata.org/wiki/Q1742948.</ref> (Abb. 18) befinden sich eine [https://sv.wikipedia.org/wiki/Strö_kyrka#Ekebladska_graven Gruft]<ref>Vgl. Karlson 1940, S. 19, Anm. 1 zitiert ein in der Königlichen Bibliothek in Stockholm verwahrtes Dokument mit den Verstorbenen der Gruft in Strö.</ref> und Gedenktafeln (Abb. 19) der [https://sok.riksarkivet.se/sbl/Presentation.aspx?id=16801 Familie Ekeblad]<ref>Vgl. https://www.wikidata.org/wiki/Q20970047.</ref>.<ref>Vgl. Hildebrand 1949a, https://sok.riksarkivet.se/sbl/Mobil/Artikel/16801 (26.01.2023).</ref> Die Herren von Stola nutzen zusätzlich eine weitere Grablege, die heute abgebrochene Silfverhielm-Grabkapelle,<ref>Vgl. Karlson 1940, S. 40, Lindeberg 1949, S. 627, https://sok.riksarkivet.se/sbl/Mobil/Artikel/16803 (26.01.2023).</ref> in der [https://sv.wikipedia.org/wiki/Sunnersbergs_kyrka Kirche]<ref>Vgl. https://www.wikidata.org/wiki/Q10683942.</ref> (Abb. 20) des etwa [https://www.openstreetmap.org/directions?engine=fossgis_osrm_car&route=58.595640%2C13.086348%3B58.569372%2C13.104356#map=14/58.58248/13.09081 4 km entfernten] [https://sv.wikipedia.org/wiki/Sunnersbergs_socken Sunnersberg]<ref>Vgl. https://www.wikidata.org/wiki/Q7640552.</ref>, das am ursprünglich bedeutenderen Weg in Richtung Stola liegt.<ref>Lt. Westrin 1986, S. 21 wurde der Pfad aus Stola in südlicher Richtung nach Strö und auch Richtung Lidköping erst im späten 19. Jahrhundert unter Carl Johan Lindqvist als Straße ausgebaut.</ref> | ||
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Datei:18 ABB Strö, Kirche, Zeichnung, 1632.webp|<small>Abb. 18 Strö, Kirche, Zeichnung, 1632<small> | Datei:18 ABB Strö, Kirche, Zeichnung, 1632.webp|<small>Abb. 18 Strö, Kirche, Zeichnung, 1632, Peringskiölds Monumenta<small> | ||
Datei:20 ABB Johan Peringskiöld, Sunnersberg, Kirche mit Silfverhielm-Grabkapelle, Zeichnung, um 1700.webp|<small>Abb. 20 Johan Peringskiöld, Sunnersberg, Kirche mit Silfverhielm-Grabkapelle, Zeichnung, um 1700<small> | Datei:20 ABB Johan Peringskiöld, Sunnersberg, Kirche mit Silfverhielm-Grabkapelle, Zeichnung, um 1700.webp|<small>Abb. 20 Johan Peringskiöld, Sunnersberg, Kirche mit Silfverhielm-Grabkapelle, Zeichnung, um 1700, Peringskiölds Monumenta<small> | ||
Datei:IMG 8301.webp|<small>Abb. 21 Stola, Park, Schild zum Minneslund, 2022<small> | Datei:IMG 8301.webp|<small>Abb. 21 Stola, Park, Schild zum Minneslund, 2022<small> | ||
Datei:IMG 8716.webp|<small>Abb. 22 Stola, Minneslund, Gedenksteine, 2022<small> | Datei:IMG 8716.webp|<small>Abb. 22 Stola, Minneslund, Gedenksteine, 2022<small> |
Version vom 1. April 2025, 15:34 Uhr
- 01. Einführung
- 02. Forschungsstand
- 03. Geschichte der Anlage vor dem 18. Jahrhundert
- 04. Überblick zur Gesamtanlage
- 05. Wirtschaftlicher Kontext
- 06.00 Besitzverhältnisse im 18. Jahrhundert
- 06.01 Claes Ekeblad d.Ä. und Hedvig Mörner
- 06.02 Claes Ekeblad d.J. und Eva de la Gardie
- 06.03 Claes Julius Ekeblad und Brita Horn
- 07.00 Herrenhaus: Baugeschichte und Architektur
- 07.01 Vorgängerbau
- 07.02 Neubau des Herrenhauses 1713–1719
- 07.03 Beschreibung Herrenhaus
- 07.04 Architektur
- 08.00 Innenräume im 18. Jahrhundert
- 08.01 Erdgeschoss
- 08.02 Obergeschoss
- 08.03 Untergeschoss und Dachgeschoss
- 08.04 Sammlungen
- 09.00 Garten und Park
- 09.01 Garten und Park vor 1700
- 09.02 Garten und Park 1728
- 09.03 Garten und Park um 1750
- 09.04 Die Ekeblad-Eiche
- 09.05 Garten und Park 1790
- 10. Wirtschaftsgebäude
- 11. Kirche und Dorfstrukturen
- 12.00 Geschichte der Anlage nach dem 18. Jahrhundert
- 12.01 Besitzverhältnisse nach dem 18. Jahrhundert
- 12.02 Das Herrenhaus nach dem 18. Jahrhundert
- 12.03 Garten und Park nach dem 18. Jahrhundert
- 12.04 Nebengebäude nach dem 18. Jahrhundert
- 13. Geophysikalische Prospektion und digitale Dokumentation
- 14. Quellen- und Literaturverzeichnis
Geographische Lage |
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Das Herrenhaus von Stola[1] (Stola herrgård, Stola gård, Stola säteri, früher Stohla, anfänglich Stordha[2]) liegt in der mittelschwedischen Senke[3] in der schwedischen Region Västergötland[4]. Das Haus steht in der Nähe des Vänern-Sees[5] ungefähr in der Mitte der großen Landzunge Kålland,[6] die sich bei Lidköping[7] in nördlicher Richtung zusammen mit der anschließenden Insel Kållandsö[8] etwa 20 km in den größten Binnensee Schwedens erstreckt (Abb. 16). Die Region Västergötland war von 1683 bis 1997 in drei Verwaltungseinheiten untergliedert. Stola befindet sich im ehemaligen Distrikt Skaraborgs län[9] (Skaraborg) mit dem 15 km entfernten Lidköping[10] als Verwaltungssitz. Die Entfernung zur schwedischen Hauptstadt Stockholm beträgt etwa 375 km, doch Stola lag am Rande der traditionellen Rundreiseroute (schwedisch eriksgata)[11] der schwedischen Könige zur Inbesitznahme des Landes nach ihrer Krönung (possesso). Darüber hinaus hatten die Besitzer:innen Stolas über die Jahrhunderte oftmals enge Beziehungen zum Königshof in der Hauptstadt.[12] UmgebungDas Stola am nächsten liegende Dorf ist die etwa 2,5 km entfernte kleine Siedlung Strö[13] (Abb. 17, 27). In der örtlichen Pfarrkirche[14] (Abb. 18) befinden sich eine Gruft[15] und Gedenktafeln (Abb. 19) der Familie Ekeblad[16].[17] Die Herren von Stola nutzen zusätzlich eine weitere Grablege, die heute abgebrochene Silfverhielm-Grabkapelle,[18] in der Kirche[19] (Abb. 20) des etwa 4 km entfernten Sunnersberg[20], das am ursprünglich bedeutenderen Weg in Richtung Stola liegt.[21] In der Nähe des Herrenhauses ist darüber hinaus nach der Mitte des 18. Jahrhunderts ein kleiner Gedenkhain (schwedisch minneslund) (Abb. 21), angelegt worden,[22] wo im Laufe der Zeit einige Gedenksteine der Familie aufgestellt worden sind (Abb. 22), darunter 1997 ein Gedenkstein für den letzten privaten Besitzer von Stola Holger Ander (1909–1989) (Abb. 23). |
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GutsanlageVon der ehemals großen Gutsanlage ist heute lediglich das Haupthaus (Abb. 1) – dafür weitgehend unverändert im Zustand des 18. Jahrhunderts – erhalten. In den Jahren 1928–1929 setzte der Restaurator Alfred Nilson[23] (1888–1953) den Saal in Stand und konservierte weitere Räume im Obergeschoss. Das Herrenhaus wurde 1948–1951 umfangreich durch den Architekten Erik Lundberg[24] (1895–1969) restauriert sowie vor allem im Erdgeschoss umgebaut [Link zu 12].[25] Teile des Herrenhauses standen bereits seit 1966 unter Denkmalschutz,[26] der 1985 auf das gesamte Gebäude (mit den Umbauten aus dem 20. Jahrhundert) und das umgebende Grundstück ausgedehnt wurde (Abb. 24).[27] Stola ist in der Datenbank der schwedischen Denkmalschutzbehörde (riksantikvarietämbetet[28]) verzeichnet. Die dokumentierten vier quadratischen Flügelpavillons vor und hinter dem Herrenhaus (Abb. 25) sind ebenso verschwunden wie die zahlreichen Nebengebäude, die noch auf den beiden überlieferten Karten[29] (Karte 1, Karte 2) (Abb. 10, 11) mit der Vermessung des Anwesens durch den staatlichen Landvermesser Torsten Lohm aus dem Jahr 1728 zu erkennen sind. Diesen vermutlich ziemlich präzisen Karten zufolge wurden seit der Zeit außerdem sowohl der formale Garten am Haus als auch der angrenzende Obst- und Nutzgarten mit einem vermutlich als Orangerie bzw. Gewächshaus genutzten Gebäude aufgegeben [Link zu 09]. Im Vergleich zum Aufmaß aus dem Jahr 1931 (Abb. 26) hat sich der Baubestand der Nebengebäude bis in die Gegenwart erneut deutlich verändert (Abb. 27), denn ein großer Teil der heutigen Wirtschaftsgebäude stammt aus den Jahren 1936–1938.[30]
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