12.00 Geschichte der Anlage nach dem 18. Jahrhundert

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Überblick

Vor der Mitte des 20. Jahrhunderts wechselte die Gutsanlage in Stola im 19. und frühen 20. Jahrhundert öfter die Hände: Anfänglich war Stola eine unter vielen Besitzungen der gräflichen Familie Piper, später der Grafen Hamilton. Im Jahr 1879 wurde Stola schließlich an Bürgerliche verkauft: In der Folge besaßen die Familien Lindqvist, Otterström und Ander die Gutsanlage.[1] In den Jahren 1928–1929 hat Alfred Nilson[2] (1888–1953) den Saal und weitere Räume in Stand gesetzt. Von 1948–1951 wurde das Herrenhaus durch den Architekten Erik Lundberg[3] (1895–1969) umgebaut und umfangreich restauriert, wobei man das Gebäude vor allem im Erdgeschoss an einen modernen Wohnkomfort angepasst hat. Diese Maßnahmen aus der Mitte des 20. Jahrhunderts steht heute ebenfalls unter Denkmalschutz.[4] Seit 1989 sind das Herrenhaus und der denkmalgeschützte Gartenbereich im Eigentum einer vom letzten privaten Besitzer Holger Ander ins Leben gerufenen Stiftung.[5]

Die Gutsanlage in Stola hat – trotz des Verlusts der vier Flügelpavillone – viel von der ursprünglichen Gestalt aus dem 18. Jahrhundert bewahrt, wenngleich der Umbau und die Restaurierung des Architekten Erik Lundberg[6] (1895–1969) 1948–1951 den Charakter des Herrenhauses im Inneren insbesondere im Erdgeschoss verändert haben, während seine Arbeiten im Obergeschoss erheblich zur Erhaltung der historisch bedeutenden Raumausstattung beigetragen haben.

Abb. 24 Barbro Westrin, Skizze des Denkmalschutzbereichs in Stola, 2004
Abb. 25 Stola, Herrenhaus, Ansicht

Besitzverhältnisse nach dem 18. Jahrhundert

Das Herrenhaus nach dem 18. Jahrhundert

Weil der letzte Ekeblad, Claes Julius[7] (1742–1808) [Link zu 06.04], kinderlos verstarb, fiel die Gutsanlage in Stola im Jahr 1808 an einen seiner Neffen, Graf Gustaf Piper[8] (1771–1857).[9] (...) Abgesehen von der Abtragung der Flügelpavillons (Abb. 25) im 19. Jahrhundert stellt die größte Veränderung am äußeren Erscheinungsbild des 18. Jahrhunderts des Herrenhauses in Stola (...)

Garten und Park nach dem 18. Jahrhundert

Nebengebäude nach dem 18. Jahrhundert

Auf Grund der Vernachlässigung im 19. Jahrhundert ist auf der amtlichen Landkarte von Sunnersberg[10] (um 1877–1882) (Abb. 17) mit einer relativ genauer Darstellung der Gutsanlage in Stola nichts mehr (...) Der Bestand an Wirtschafts- und Nebengebäuden der Gutsanlage hat sich aufgrund der Anforderungen der Bewirtschaftung über die Jahrhunderte gewandelt. Wirtschaftsbauten aus dem 18. Jahrhundert sind (...)

Der Bestand an Wirtschafts- und Nebengebäuden der Gutsanlage hat sich aufgrund der Anforderungen der Bewirtschaftung über die Jahrhunderte gewandelt. Wirtschaftsbauten aus dem 18. Jahrhundert sind heute nicht mehr erhalten. Die amtliche Landkarte von Sunnersberg[11] (um 1877–1882) (Abb. 17) zeigt einige neue größere Scheunen und Stallgebäude in markanter Gestalt, die vor dem dritten Viertel des 19. Jahrhunderts errichten worden sein müssen, da sie auf der Karte eingetragen sind. Man kann diese Scheunen und Stallgebäude unverändert im Aufmaß aus dem Jahr 1931 (Abb. 26)[12] sehen. Bereits kurz darauf wurden sie offenbar abgerissen, denn ein großer Teil der heutigen Wirtschaftsgebäude über anderem Grundriss stammt aus den Jahren 1936 bis 1938 (Abb. 177).[13] Im Vergleich zum Aufmaß von 1931 hat das Gut einen leicht verringerten und veränderten Bestand an Wirtschafts- und Nebengebäuden.

  1. Vgl. Westrin 1986, S. 19.
  2. Auch Nilsson. Vgl. https://www.wikidata.org/wiki/Q24019266.
  3. Vgl. Lundberg 1935, Lundberg 1942, Lundberg 1966, https://www.wikidata.org/wiki/Q5965758.
  4. Dazu umfänglich Gullbrandsson 2010.
  5. Vgl. https://www.stola.se/historik/ (2023-02-22).
  6. Vgl. Lundberg 1935, Lundberg 1942, Lundberg 1966, https://www.wikidata.org/wiki/Q5965758.
  7. Vgl. https://www.wikidata.org/wiki/Q5706932; Jägerskiöld 1949; Allén in: Allén/Frängsmyr 2016, S. 31–38.
  8. Vgl. https://www.wikidata.org/wiki/Q70206957.
  9. Vgl. Karlson 1940, S. 39.
  10. Lantmäteriet, Rikets allmänna kartverks archives, J112-53-16
  11. Lantmäteriet, Rikets allmänna kartverks archives, J112-53-16
  12. Stockholm, Nordiska museet, Archiv, ohne Signatur, veröffentlicht in Nordiska Museets Handlingar 1930/31.
  13. Vgl. Svenska gods och gårdar 1942, Bd. 30, S. 892. Als Pächter des Hofs im frühen 20. Jahrhundert von 1928–38 wird ebd. Torsten Nevelius, geb. 1893, Sohn von Carl Nevelius und seiner Frau Anna, genannt, der 1931 Stina, geb. Svensson, heiratete.